Vom Datenchaos zu einem schlanken System

Ei CMMS als Grundlage für standardisierte Instandhaltung und einen nachhaltigenAnlagenbetrieb.

Client:
Regional Energy Company
Business Area:
Maintenance & Data Excellence (MDE)
Industry:
Critical infrastructure & Utilities
Location:
Denmark
Project details

Überblick

Ein CMMS als Grundlage für standardisierte Instandhaltung und nachhaltigen Anlagenbetrieb

Dieses Projekt wurde für einen regionalen Energieversorger umgesetzt, der komplexe undkritische Infrastrukturen betreibt. In diesem Umfeld sind hohe Anlagenverfügbarkeit, zuverlässige Prozesse und ein einheitliches Instandhaltungsmanagement entscheidend für einen sicheren und wirtschaftlichen Betrieb.

Die Herausforderung

Nach der Zusammenführung mehrerer Geschäftsbereiche stand unser Kunde vor erheblichen organisatorischen und technischen Herausforderungen:

  • Unterschiedliche Systeme an den einzelnen Standorten
  • Inkonsistente Daten und uneinheitliche Arbeitsprozesse
  • Begrenzte Zusammenarbeit zwischen den Organisationseinheiten

Das Ziel warklar: Alle Standorte sollten künftig nach einheitlichen Systemen, Prozessen und Standards arbeiten.

Mit dem Bau einesneuen Vorzeige-Heizkraftwerks gewann dieses Vorhaben zusätzlich an Bedeutung.Die neue Anlage sollte als Referenz für zukünftige Projekte dienen und denStandard für die gesamte Organisation definieren.

Ohne belastbareStammdaten und klare Daten-Governance bestand jedoch die Gefahr, dass dieAnlage auf einer fehlerhaften Informationsbasis in Betrieb genommen würde. Dieshätte nicht nur das Potenzial der neuen Anlage eingeschränkt, sondern auch dieunternehmensweite Standardisierung gefährdet.

Unser Ansatz: Systeme, Daten und Betrieb von Anfang an in Einklang bringen

Unsere Aufgabebestand darin, das CMMS zu implementieren und sicherzustellen, dass System, Daten und tatsächliche Anlagenstruktur vollständig miteinanderübereinstimmen.

Die Lösung

1. CMMS-Implementierung mit Fokus auf die Anwender

Mitfortschreitendem Anlagenbau trafen die Lieferantendokumentationen in Form von Process Design Packages (PDPs) ein.

Dabei zeigtensich typische Risiken:

  • uneinheitliche Benennungen,
  • unvollständige Betriebs- und Instandhaltungsdaten (O&M),
  • mangelhafte Stammdatenqualität.

Wirimplementierten das CMMS konsequent aus Sicht der späteren Anwender.Ziel war ein System, das die tägliche Arbeit unterstützt und keine zusätzlicheadministrative Belastung schafft

2. Governancefür Daten und Dokumentation

Fehlerhafte Datenlassen sich nach einer Übernahme in ein CMMS nur mit erheblichem Aufwandkorrigieren.

Deshalbübernahmen wir frühzeitig die Steuerung des gesamten Datenflusses.

Wir stelltensicher, dass sämtliche Lieferanten die definierten Standards für Benennung,Instandhaltung und Technische Dokumentation konsequent einhielten. Sowurde bereits beim Import eine hohe Datenqualität sichergestellt.

3. Qualitätssicherung der O&M-Daten

Wir prüften, korrigierten und vervollständigten sämtliche O&M-Daten, darunter:

  • Anlagenhierarchien,
  • Stammdaten,
  • Verknüpfungen zur Technischen Dokumentation,
  • Instandhaltungspläne,
  • Ersatzteillisten.

Dafür arbeitetenwir eng mit den Lieferanten zusammen und führten Vor-Ort-Begehungen durch, umsicherzustellen, dass Dokumentation und tatsächliche Installation vollständigübereinstimmen.

4. Von der Qualitätskontrolle zur vollständigen Datenverantwortung

Ursprünglichbestand unsere Aufgabe darin, stichprobenartige Qualitätsprüfungendurchzuführen.

Im Projektverlaufentwickelten wir uns jedoch zum zentralen Ansprechpartner für den gesamten Datenprozess.

Sobald Lieferanten auf Herausforderungen stießen, verwies der Kunde sie direkt anunser Team. Dadurch übernahmen wir schrittweise die Verantwortung für dievollständige Qualitätssicherung und Steuerung aller Instandhaltungsdaten.

5. Schulung und Onboarding

Wir schulten dieMitarbeiter sowohl im Umgang mit dem CMMS als auch in den Grundlagenmoderner Instandhaltung.

Dabeivermittelten wir:

  • den sicheren Umgang mit dem System,
  • die Bedeutung einer hohen Datenqualität,
  • bewährte Methoden zur Planung und Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen.

Nur wenn Anwenderdie Zusammenhänge verstehen und das System konsequent nutzen, lassen sichDatenqualität dauerhaft sichern und frühere, fragmentierte Arbeitsweisenvermeiden.

Das Ergebnis: Ein CMMS, dem die Anwender vertrauen

Das Projektlieferte ein vollständig einsatzbereites CMMS mit strukturierten und qualitativ hochwertigen Daten – vom ersten Betriebstag an.

Diewichtigsten Ergebnisse

  • Ein CMMS, das von Technikern aktiv genutzt und als zuverlässiges Arbeitswerkzeug akzeptiert wird
  • Hochwertige Daten zu Anlagen, Instandhaltung und Ersatzteilen
  • Deutlich weniger Zeitaufwand bei der Suche nach Technischer Dokumentation
  • Weniger Fehler bei der Durchführung von Instandhaltungsmaßnahmen
  • Reduzierte Anlagenstillstände durch bessere Planung
  • Geringere Arbeitsbelastung und weniger Stress innerhalb der gesamten Organisation

Die neue Anlagebildet heute eine bewährte Grundlage für standardisierteInstandhaltungsprozesse und dient zugleich als skalierbares Modell für dieschrittweise Einführung an allen weiteren Standorten.

Sorgen wir dafür, dass Ihre Anlagen heute schon für morgen Ertrag bringen.

Asset maintenance