Ausvier Unternehmen wurde eine widerstandsfähige Organisation

Wie vier voneinander getrennte Energieunternehmen durch strategisches Asset Management und organisatorische Neuausrichtung zu einer resilienten Organisation zusammengeführt wurden.

Client:
Regional Water Supplier
Business Area:
Asset Management (AM)
Industry:
Critical infrastructure & Utilities
Location:
Denmark
Project details

Überblick

Vier Unternehmenmit unterschiedlichen Geschäftsfeldern sollten zu einer Organisation zusammengeführt werden. Jedes verfügte über ein eigenes Instandhaltungssystemmit unterschiedlichen Prozessen, Ersatzteilstrategien, Arbeitsweisen undDatenstandards. Selbst die Definition eines „kritischen Assets“ war von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.

Unser Kundebetreibt kritische Infrastruktur für Tausende von Haushalten und Unternehmen.Eine hohe Anlagenverfügbarkeit ist dabei essenziell. Ausfallzeiten bedeutenunzufriedene Kunden, regulatorische Prüfungen und wirtschaftliche Verluste.

Im Zuge derFusionen stand unser Kunde vor grundlegenden Fragen:

  • Wie ist die Qualität der Daten in unseren Systemen?
  • Welche Systeme sollten wir beibehalten und welche ablösen?
  • Wie sichern wir das Wissen erfahrener Mitarbeitender, bevor sie in den Ruhestand gehen?
  • Wie schaffen wir eine bessere Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Bereichen?
  • Wie sieht professionelles Asset Management für eine Organisation wie unsere aus?
  • Wie bringen wir kurzfristige betriebliche Anforderungen mit langfristigen Zielen in Einklang?
  • Wie setzen wir die Veränderungen um, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen oder das Vertrauen unserer     Mitarbeitenden zu verlieren?

Das Management hatte eine klare Zielvorstellung: eine einheitliche, professionelle AssetManagement-Organisation, die sowohl zukünftigen regulatorischen Anforderungenals auch neuen Geschäftsmöglichkeiten gerecht wird. Was fehlte, war ein klarerWeg dorthin.

Die Herausforderung: Unterschiedliche Unternehmen, unterschiedliche Systeme – eingemeinsames Ziel

Unser Kunde standvor mehreren zentralen Herausforderungen:

  • Kritisches Instandhaltungswissen war auf wenige erfahrene Mitarbeitende konzentriert.
  • Die Qualität der Stammdaten war unklar – niemand wusste, ob den vorhandenen Daten vertraut werden konnte.
  • Die einzelnen Geschäftsbereiche arbeiteten weitgehend isoliert voneinander, mit nur geringer Transparenz über die jeweiligen Abläufe.
  • Es fehlte eine organisationsweite Strategie für das Asset Management.
  • Unterschiedliche Softwaresysteme arbeiteten nebeneinander, ohne miteinander verbunden zu sein.

Mit dem Ausscheiden wichtiger Mitarbeitender drohte jahrzehntelang aufgebautes Wissenverloren zu gehen. Fiel eines der Systeme aus, fehlten Ausweichlösungen undeine gesicherte Kontinuität. Entscheidungen einzelner Geschäftsbereiche führtenregelmäßig zu Konflikten mit den übrigen Unternehmen. Mussten regulatorische Nachweise erbracht werden, waren die erforderlichen Informationenunvollständig, uneinheitlich oder über verschiedene Systeme verteilt.

Das Unternehmenmusste die bislang getrennten Geschäftsbereiche in eine integrierte,professionelle Organisation überführen – bevor daraus langfristige und kaumnoch korrigierbare Probleme entstanden.

Unser Ansatz: Der wichtigste Erfolgsfaktor sind die Menschen

Strategien im Asset Management scheitern selten an fehlendem Fachwissen. Sie scheitern, wenn die Menschen nicht eingebunden werden. Deshalb legten wir von Beginn an großen Wert auf Beteiligung und Akzeptanz.

Phase 1: Zuhören

Wir führten eineumfassende Analyse auf allen Ebenen der Organisation durch – von den Mitarbeitenden in der Instandhaltung bis zur Geschäftsleitung.

Dabei zeigte sichein entscheidender Unterschied: Zwischen der Wahrnehmung des Managements undder tatsächlichen Arbeitsrealität bestand eine deutliche Lücke. Während das Management von einer guten Steuerbarkeit ausging, wussten die Mitarbeitenden imoperativen Betrieb, dass dies in der Praxis nicht der Fall war.

 Phase 2: Die Wahrheit in den Daten finden – oder deren Fehlen

Wir bewerteten:

  • den Reifegrad des Asset Managements in allen vier Unternehmen,
  • die Qualität und Zuverlässigkeit der vorhandenen Daten,
  • die bestehende IT- und Systemlandschaft sowie den tatsächlichen Nutzen der einzelnen Anwendungen,
  • Risiken durch Wissenskonzentration – wer über welches Wissen verfügte und welche Auswirkungen ein Weggang hätte,
  • Schwachstellen in der Governance sowie Engpässe bei Entscheidungsprozessen.

Phase 3: Die Roadmap gemeinsam entwickeln

Wir entwickeltenkeine Lösung im Alleingang, sondern gemeinsam mit den Menschen, die spätertäglich damit arbeiten würden.

Gemeinsam mitTechnikern und Anlagenverantwortlichen zeigten wir auf, wie die Veränderungenihre tägliche Arbeit erleichtern und gleichzeitig die Organisationwiderstandsfähiger machen würden. Anstatt fertige Lösungen vorzugeben,begleiteten wir die Teams dabei, diese selbst zu entwickeln.

Dadurch entstandechte Identifikation mit den Veränderungen. Die Mitarbeitenden verstanden denNutzen der Maßnahmen und konnten aktiv Einfluss auf deren Ausgestaltung nehmen.

Das Wissenerfahrener Mitarbeitender wurde systematisch dokumentiert, praktische Erfahrungen wurden geteilt und Entscheidungen gemeinsam getroffen. So entstandeine hohe Akzeptanz in der gesamten Organisation – die Mitarbeitenden wurden Teil der Lösung statt zum Hemmnis der Veränderung.

Die Lösung: Eine umfassende Transformations-Roadmap

Unsere Leistungen

1. Bewertungdes Reifegrads und der Datenqualität

Wir analysiertendie Fähigkeiten im Asset Management und identifizierten kritische Schwachstellen in Prozessen, Systemen und der Instandhaltungsorganisation.

2. Vollständige Analyse der IT- und Systemlandschaft

Wir bewerteten,welche Systeme erhalten, konsolidiert oder schrittweise ersetzt werden sollten,um eine einheitliche Arbeitsweise zu ermöglichen – statt konkurrierenderInsellösungen.

3. Risikoanalyse und Verbesserungs-Roadmap

Wir identifizierten Risiken und Optimierungspotenziale in der gesamten Organisation– von Wissensverlust bis hin zu unzureichender Datenqualität.

4. Implementierungsplan über drei bis vier Jahre

Ein klarstrukturierter Maßnahmenplan mit definierten Meilensteinen, Verantwortlichkeiten und Anforderungen ermöglichte die schrittweise Umsetzungder Transformation, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.

Unser Unterschied

VieleBeratungsunternehmen liefern ein Konzept und beenden anschließend das Projekt. Wir begleiten unsere Kunden auch während der Umsetzung.

Wenn Fragenaufkamen, standen wir zur Verfügung. Wenn neue Prozesse Unsicherheitenverursachten, unterstützten wir die Mitarbeitenden aktiv bei der Einführung.Wir sicherten das Wissen erfahrener Mitarbeitender, dokumentierten kritischeInstandhaltungsprozesse und entwickelten praxisnahe Schulungsunterlagen.

Unser Ziel wares, Systeme zu schaffen, die den Menschen dienen – nicht umgekehrt.

Anstatt alle inein starres System zu zwingen, entwickelten wir Prozesse, die den tatsächlichen Arbeitsabläufen entsprachen. Erst anschließend wurden die passenden Systemeausgewählt, um diese Prozesse optimal zu unterstützen.

Ergebnisse: Ein Fundament, das das Unternehmen bis heute trägt

Der entwickelte Strategieplan bildet bis heute die Grundlage für das Asset Management des Unternehmens.

Die ehemals getrennten Geschäftsbereiche arbeiten inzwischen als eine integrierte Organisation mit gemeinsamen Systemen, einheitlichen Prozessen und einergemeinsamen Sprache im Asset Management.

Zentrale Ergebnisse

  • Geringeres Betriebsrisiko durch dokumentiertes Wissen, reduzierte Abhängigkeiten von Einzelpersonen und     etablierte Ausweichlösungen.
  • Höhere Transparenz und bessere Entscheidungsprozesse durch klare Governance-Strukturen.
  • Höhere organisatorische Resilienz durch den Abbau von personenabhängigem Wissen.
  • Eine Organisation mit gemeinsamer Kultur: Die zuvor eigenständig arbeitenden Unternehmen teilen heute     Wissen, treffen abgestimmte Entscheidungen und verfolgen gemeinsame Ziele. Das reduziert Kosten und steigert die Effizienz.
  • Vorbereitung auf zukünftige regulatorische Anforderungen sowie neue kommerzielle Partnerschaften.

Im Anschluss andas Strategieprojekt beauftragte unser Kunde uns zudem mit der Einführung eines CMMS für eine neue innovative Anlage. Dies bestätigt den nachhaltigen Mehrwertder gemeinsam geschaffenen Grundlage.

Wesentliche Projektergebnisse

  • Maintenance Maturity Assessment
  • Vision und Strategie
  • Strategic Asset Management Plan (SAMP)
  • Umsetzungs- und Implementierungs-Roadmap
  • Analyse der IT- und Systemlandschaft
  • Unterstützung bei der ISO-55001-Compliance

Sorgen wir dafür, dass Ihre Anlagen heute schon für morgen Ertrag bringen.

Asset maintenance