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Vier Unternehmen mit unterschiedlichen Geschäftsfeldern sollten zu einer Organisation zusammengeführt werden. Jedes verfügte über ein eigenes Instandhaltungssystemmit unterschiedlichen Prozessen, Ersatzteilstrategien, Arbeitsweisen und Datenstandards. Selbst die Definition eines „kritischen Assets“ war von Unternehmen zu Unternehmen unterschiedlich.
Unser Kundebetreibt kritische Infrastruktur für Tausende von Haushalten und Unternehmen. Eine hohe Anlagenverfügbarkeit ist dabei essenziell. Ausfallzeiten bedeuten unzufriedene Kunden, regulatorische Prüfungen und wirtschaftliche Verluste.
Im Zuge der Fusionen stand unser Kunde vor grundlegenden Fragen:
Das Management hatte eine klare Zielvorstellung: eine einheitliche, professionelle Asset Management-Organisation, die sowohl zukünftigen regulatorischen Anforderungen als auch neuen Geschäftsmöglichkeiten gerecht wird. Was fehlte, war ein klarer Weg dorthin.
Unser Kunde stand vor mehreren zentralen Herausforderungen:
Mit dem Ausscheiden wichtiger Mitarbeitender drohte jahrzehntelang aufgebautes Wissen verloren zu gehen. Fiel eines der Systeme aus, fehlten Ausweichlösungen und eine gesicherte Kontinuität. Entscheidungen einzelner Geschäftsbereiche führten regelmäßig zu Konflikten mit den übrigen Unternehmen. Mussten regulatorische Nachweise erbracht werden, waren die erforderlichen Informationenunvollständig, uneinheitlich oder über verschiedene Systeme verteilt.
Das Unternehmen musste die bislang getrennten Geschäftsbereiche in eine integrierte, professionelle Organisation überführen – bevor daraus langfristige und kaum noch korrigierbare Probleme entstanden.
Strategien im Asset Management scheitern selten an fehlendem Fachwissen. Sie scheitern, wenn die Menschen nicht eingebunden werden. Deshalb legten wir von Beginn an großen Wert auf Beteiligung und Akzeptanz.
Phase 1: Zuhören
Wir führten eine umfassende Analyse auf allen Ebenen der Organisation durch – von den Mitarbeitenden in der Instandhaltung bis zur Geschäftsleitung.
Dabei zeigte sich ein entscheidender Unterschied: Zwischen der Wahrnehmung des Managements und der tatsächlichen Arbeitsrealität bestand eine deutliche Lücke. Während das Management von einer guten Steuerbarkeit ausging, wussten die Mitarbeitenden im operativen Betrieb, dass dies in der Praxis nicht der Fall war.
Phase 2: Die Wahrheit in den Daten finden – oder deren Fehlen
Wir bewerteten:
Phase 3: Die Roadmap gemeinsam entwickeln
Wir entwickelten keine Lösung im Alleingang, sondern gemeinsam mit den Menschen, die später täglich damit arbeiten würden.
Gemeinsam mit Technikern und Anlagenverantwortlichen zeigten wir auf, wie die Veränderungen ihre tägliche Arbeit erleichtern und gleichzeitig die Organisationwiderstandsfähiger machen würden. Anstatt fertige Lösungen vorzugeben, begleiteten wir die Teams dabei, diese selbst zu entwickeln.
Dadurch entstand echte Identifikation mit den Veränderungen. Die Mitarbeitenden verstanden den Nutzen der Maßnahmen und konnten aktiv Einfluss auf deren Ausgestaltung nehmen.
Das Wissener fahrener Mitarbeitender wurde systematisch dokumentiert, praktische Erfahrungen wurden geteilt und Entscheidungen gemeinsam getroffen. So entstand eine hohe Akzeptanz in der gesamten Organisation – die Mitarbeitenden wurden Teil der Lösung statt zum Hemmnis der Veränderung.
Unsere Leistungen
1. Bewertung des Reifegrads und der Datenqualität
Wir analysierten die Fähigkeiten im Asset Management und identifizierten kritische Schwachstellen in Prozessen, Systemen und der Instandhaltungsorganisation.
2. Vollständige Analyse der IT- und Systemlandschaft
Wir bewerteten, welche Systeme erhalten, konsolidiert oder schrittweise ersetzt werden sollten, um eine einheitliche Arbeitsweise zu ermöglichen – statt konkurrierender Insellösungen.
3. Risikoanalyse und Verbesserungs-Roadmap
Wir identifizierten Risiken und Optimierungspotenziale in der gesamten Organisation– von Wissensverlust bis hin zu unzureichender Datenqualität.
4. Implementierungsplan über drei bis vier Jahre
Ein klarstrukturierter Maßnahmenplan mit definierten Meilensteinen, Verantwortlichkeiten und Anforderungen ermöglichte die schrittweise Umsetzung der Transformation, ohne den laufenden Betrieb zu beeinträchtigen.
Unser Unterschied
Viele Beratungsunternehmen liefern ein Konzept und beenden anschließend das Projekt. Wir begleiten unsere Kunden auch während der Umsetzung.
Wenn Fragenaufkamen, standen wir zur Verfügung. Wenn neue Prozesse Unsicherheiten verursachten, unterstützten wir die Mitarbeitenden aktiv bei der Einführung. Wir sicherten das Wissen erfahrener Mitarbeitender, dokumentierten kritische Instandhaltungsprozesse und entwickelten praxisnahe Schulungsunterlagen.
Unser Ziel war es, Systeme zu schaffen, die den Menschen dienen – nicht umgekehrt.
Anstatt alle in ein starres System zu zwingen, entwickelten wir Prozesse, die den tatsächlichen Arbeitsabläufen entsprachen. Erst anschließend wurden die passenden Systeme ausgewählt, um diese Prozesse optimal zu unterstützen.
Der entwickelte Strategieplan bildet bis heute die Grundlage für das Asset Management des Unternehmens.
Die ehemals getrennten Geschäftsbereiche arbeiten inzwischen als eine integrierte Organisation mit gemeinsamen Systemen, einheitlichen Prozessen und einer gemeinsamen Sprache im Asset Management.
Zentrale Ergebnisse
Im Anschluss an das Strategieprojekt beauftragte unser Kunde uns zudem mit der Einführung eines CMMS für eine neue innovative Anlage. Dies bestätigt den nachhaltigen Mehrwert der gemeinsam geschaffenen Grundlage.
